Liebes Mitglied der CDU, liebe Freunde und Interessierte! 

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen. Die bunten Lichter schmücken die Stadt und die Vorgärten.Der CDU Ortsverband veranstaltet einen letzten Infostand in diesem Jahr.

Am Samstag, den 7.12.2019 von 09:30 Uhr – 12:30 Uhr, stehen wir am Infostand in derRathausstraße und freuen uns auf ihren Besuch.

Es gibt Schoko-Weihnachtsmänner, selbstgemachte Waffeln und bestimmt auch spannende Themenwie die Umgestaltung der Innenstadt und die Aufgaben die uns im Jahr 2020 erwarten.

Auf die Ausgabe von Glühwein verzichten wir in diesem Jahr, da das Stadtorchester und derHeimat- und Museumsverein vor dem Marstall für einen guten Zweck Glühwein und Glühbierausschenken. Deshalb laden wir sie mit ihrer Familie und ihren Freunden ein. Kommen sie von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr mit uns am Infostand ins Gespräch.

Wir freuen uns auf ihren Besuch.

Mehrere Millionen wurden von der Lebenshilfe in den letzten Jahren in diesen Standort investiert

Beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe des CDU-Ortsverbandes von dem breiten integrativen Angebot der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gGmbH in Winsen. 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Herbstgespräche“ des CDU-Ortsverbandes wurde unter fachkundiger Führung die Tischlerei und das benachbarte FITZ-Zentrum am Borsteler Grund besichtigt. 

FITZ steht Für Integration, Teilhabe, Zukunft“, erklärt Sabine Kock-Kessler, Geschäftsführerin der Lebenshilfe den Anwesenden, „unser Ziel ist, Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen.“ 

Ursprünglich als Elternverein gegründet, hat sich die Lebenshilfe in den Landkreisen Lüneburg und Harburg mit 960 hauptamtlichen Mitarbeitern und 41 Standorten als gemeinnützige GmbH zu einem wichtigen Arbeitgeber in der Region entwickelt. Über 2000 Menschen mit und ohne Behinderung nutzen die Einrichtungen und Dienste der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg. Das Angebot reicht von der Mobilen Frühförderung über Kindertagesstätten, Wohnhäuser, Wohngruppen, Mobile Assistenzdienste, Ambulante Betreuung bis hin zu den Werkstätten. 

Thomas Jahn, Fachabteilungsleiter der Tischlerei, führte durch die Werkstatt und stellte sich den interessierten Fragen. „Wichtiger Bestandteil der Werkstätten ist der angegliederte Berufsbildungsbereich, in dem die jungen Menschen zunächst ihre handwerklichen Fähigkeiten erproben können, bevor sie in den Produktionsprozess übernommen werden“, so Jahn. Die Arbeitsplätze in der Tischlerei sind mit modernster Technik ausgestattet und an die Fähigkeiten der momentan 24 Mitarbeiter angepasst. Als Auftragsarbeit für private Unternehmen werden Holzprodukte von der Palette bis zum kompletten Möbelstück gefertigt. 

 „Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen mit Behinderungen durch Zusammenarbeit mit   Berufsschulen und privaten Unternehmen in den normalen Arbeitsmarkt zu integrieren“, erläutert Sabine Kock-Kessler.

Im benachbarten FITZ-Gebäude ist neben dem Speisesaal und den Räumlichkeiten der Mobilen Assistenzdienste eine Montage- bzw. Lebensmittelgruppe untergebracht, die sich ebenfalls in einen Berufsbildungsbereich mit 14 Personen und der eigentlichen Werkstatt mit 55 Menschen gliedert. Peter Rathje, Fachabteilungsleiter dieses Hauses, ist besonders stolz auf die IFS-Zertifizierung, die den hohen Standard des Lebensmittelbereiches zum Ausdruck bringt. Auch hier sind Privatunternehmen Auftraggeber z.B. für Konfektionierungsarbeiten.

 „Wir sind ein offenes Haus. Jeder, der sich über unsere Arbeit informieren möchte, ist nach vorheriger Absprache herzlich willkommen“, erklärt Rathje.

Andrea Röhrs, stellvertretende CDU-Ortsverbandsvorsitzende nach dem Rundgang: „Wir freuen uns, dass auch mit Unterstützung der Stadt Winsen die Lebenshilfe hier in Winsen ihr Angebot für Menschen mit Behinderungen so erheblich erweitert hat. Wir konnten sehen, wie wichtig diese unterstützenswerte Arbeit ist und wie wichtig auch weitere Bemühungen in diese Richtung hin zu einer gleichberechtigen Teilhabe behinderter Menschen im Alltag sind“.

FOTO: Besuchergruppe des CDU Ortsverbandes, links: Thomas Jahn, Leiter der Tischlerei, 2. von rechts: Sabine Kock-Kessler, Geschäftsführerin und Bereichsleiterin der Werkstätten der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gGmbH

In die Zukunft investieren heißt: Praktischen Klimaschutz vor Ort leisten, Ehrenamt stärken, in städtisches Vermögen investieren, Verschuldung geringhalten!

„Klimaschutz vor Ort praktisch anpacken, Ehrenamt aufwerten, Zukunftsinvestitionen solide auf den Weg bringen und dabei die Verschuldung dämpfen sind die Leitziele, mit denen die Gruppe CDU / Winsener Liste / Andreas Waldau in die Beratungen für den Haushalt 2020 geht“, sagt André Bock, Vorsitzender der Gruppe. 

Die Gruppe hatte sich kürzlich im Rahmen einer ersten Klausurtagung mit dem Haushalt 2020 und der Finanzplanung auseinandergesetzt, um erste Schwerpunkte festzulegen sowie Anträge zu den Themenfeldern Klimaschutz und Ehrenamt zu erarbeiten.

André Bock dazu: „Die Haushaltslage ist nicht dramatisch, aber wir sehen, dass die Spielräume für weitere, eigene Gestaltungen gering sind“. Ein Großteil der Haushaltsmittel ist durch die Abgabe an den Landkreis (Kreisumlage rund 21 Mio.), Kinderbetreuung (rund 10,4 Mio.) sowie Personal- und Sachkosten (rund 20,1 Mio.) gebunden. Gerade die hohe Kreisumlage mache es immer schwieriger, für die notwendigen Investitionen ohne höhere Kreditaufnahmen auszukommen. „Aber wir müssen und wollen in die Infrastruktur der Stadt investieren, um zukunftsfähig und attraktiv für junge Familien und ansiedlungswillige Unternehmen zu bleiben“, so André Bock. Auch aus diesem Grunde stehen im Haushalt 2020 Investitionen in Höhe von rund 21,2 Mio. EUR an. Deutliche Schwerpunkte sind hier der weitere Grunderwerb für künftige Baugebiete, Neubauten bzw. Investitionen in Schulen, Kindergärten, Feuerwehr/Brandschutz, Straßen. 

„Darüber hinaus gilt es, die aktuellen Themen aufzugreifen wie z.B. mehr und praktisch greifbare Maßnahmen für den Klimaschutz vor Ort. Andere reden über Notstand, wir wollen konkrete Maßnahmen umsetzen“, sagt André Bock. Daher ist ein Antrag erarbeitet, einen Winsener Bürgerwald zu errichten. Dieser Wald könnte dann anlassbezogen (Jubiläum, Hochzeit, Geburt) durch die Bürger wachsen und verbessert auf Sicht zugleich die CO²-Bilanz der Stadt. Darüber hinaus zielt ein weiterer Antrag darauf ab, mehr Blühflächen für Insekten zu schaffen und ein dritter Antrag zu diesem Thema zielt darauf ab, alte, ortsbildprägende Bäume auch auf Privatgrund zu erhalten. Ziel ist hier, die Eigentümer bei der oft teuren Baumpflege zu unterstützen.

„Die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in unserer Stadt sind der Kitt, der unsere Stadtgesellschaft ausmacht und zusammenhält und gerade sie dürfen bei den ganzen anderen, gewichtigen Themen nicht auf der Strecke bleiben“, sagt André Bock. Um das Ehrenamt weiter und mehr noch zu unterstützen, werden zwei Anträge in die Beratungen eingebracht.

Ein Antrag zielt darauf ab, nach der positiven Resonanz auf die Verwaltungsinitiative ein „Haus der Vereine“ zu errichten, nun auch die Voraussetzungen im Haushalt dafür zu schaffen. „Wir wollen dieses gute Projekt jetzt gemeinsam voranbringen und dafür braucht es die Haushaltsmittel in 2020“, sagt Anja Trominski. Ein weiterer Antrag hat zum Ziel, eine Offensive für die Niedersächsische Ehrenamtskarte auch hier vor Ort zu starten. 

In diesem Haushalt sticht vor allem aber eines heraus, die hohen Investitionen in die Infrastruktur. „Grundsätzlich ist es gut, umfänglich und nachhaltig in städtisches Vermögen zu investieren und gerade Schulen, Straßen, Feuerwehren usw. auf dem Stand der Anforderungen und Technik zu halten. Aber die Finanzierung dieser Investitionen muss dabei in diesem Jahr noch einmal mehr in den Blick genommen und hinterfragt werden“, sagt André Bock. 

Die allgemeine wirtschaftliche Lage werde eher schwieriger als besser und die Prognose der drohenden Verschuldung der kommenden Jahre (bis zu 64.5 Mio. von derzeit noch 6,4 Mio.) lässt die Alarmglocken schrillen. „Daher werden wir uns die Investitionen, die Zeitfenster dazu und die Finanzierung noch einmal sehr genau ansehen, ggf. neu einordnen müssen“, sagt André Bock.

Dabei sind André Bock und Anja Trominski überzeugt, dass es gelingen wird, die Verschuldung zu dämpfen, ohne notwendige Investitionen zu gefährden. „Man muss über Prioritäten reden“, sind beide klar im Ziel. „Die Gruppe wird konkrete Vorschläge erarbeiten und jede andere Ratsfraktion, die konstruktiv am Haushalt mitarbeiten will, ist dazu herzlich eingeladen“, sagen André Bock und Anja Trominski abschließend.