Erneuerbare Energieerzeugungsanlagen im Winsen Stand 2021 (Quelle: Stadtwerke Winsen)

Die CDU Winsen stellt klar: Die Energieversorgung der Zukunft soll durch den Ausbau von erneuerbaren Energien und die Reduzierung des Energieverbrauchs klimafreundlicher werden, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit, die Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und die Kosten unser Bürgerinnen und Bürger aus dem Blick zu verlieren. Damit ist die Energiewende nicht nur eine große Chance, sondern auch eine der größten Herausforderungen für den Wirtschafts- und Industriestandort Deutschland. 

Mit Ihrem Antrag vom 16. Mai 2021 wollen die Gruppe GRÜNE / LINKE im Stadtrat am 15.07.2021 erreichen, dass bis 2025 durch die Stadtwerke nur Strom aus zertifizierten EE-Quellen mit dem Qualitätslabel „Grüner Strom Label“ oder „OK-Power“ bezogen wird. Dadurch würden den Haushalten in Winsen Mehrkosten von mind. 0,7 Ct/kWh Ct/kWh entstehen, also etwa 25 Euro pro Jahr für die Durchschnittsfamilie in Winsen. Diese Mehrkosten führen bei den Ökolabels zwar auch zwingend dazu, dass der Energielieferant knapp 0,5 Ct/kWh in Klimaschutzprojekte oder neue regenerative Kraftwerke investiert. „Davon haben wir aber in Winsen nichts, da diese Investitionen dann irgendwo in Deutschland erfolgen! Wir sollten sicherstellen, dass das Geld wirklich in Winsen investiert wird.“, stellt Dr. Nils-Oliver Höppner, 1. Vorsitzender der CDU Winsen klar.

Wir haben in Winsen bereits erhebliche Fortschritte gemacht: Mehr als 58 Prozent unseres Stromverbrauches in Winsen stammt bereits aus erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen  im Stadtgebiet. Dieser Strom kann aber die o.g. Qualitätslabel gar nichtbekommen: Grund dafür ist, dass in Deutschland der Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzlich gefördert wird – über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), für den jeder Bürger aktuell bereits 6,5 Ct/kWh bezahlt. Grüner Strom, der so gefördert wird, darf nicht gesondert als zertifizierter Ökostrom verkauft werden, erhält also auch keinen entsprechenden Herkunftsnachweis. Sonst würden Anlagenbetreiber für denselben grünen Strom doppelt kassieren: über die Förderung und zusätzlich durch Verkaufserlöse.

„Jeder der in Winsen mehr für reinen Ökostrom bezahlen möchte, kann das schon heute tun: Mit den Produkten „LuheStrom Wind“ und „BienePlus“ haben auch die Stadtwerke zwei entsprechende Produkte – wer sich das aber nicht leisten kann, sollte auch nicht unnötig belastet werden“, so Dr. Höppner.

„Wie eine aktuelle Hochrechnung der Stadtwerke zeigt, steigt der Anteil der erneuerbaren Energien im Strommixes in Winsen – bei dem gegenwärtigen Tempo – ohnehin bis 2029 auf 100% . Dazu sind selbstverständlich noch erhebliche Anstrengungen vieler Akteure und auch unserer Stadtwerke notwendig. Letztere haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie mit großen Engagement und wirtschaftlichen Sachverstand die Energiewende lokal vorantreiben, ohne dabei die Bürger zusätzlich zu belasten.“, so Martin Porth, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, „Der Antrag der GRÜNE/LINKE kostet den Bürgerinnen und Bürgern nur Geld und bringt weder dem Klimaschutz noch der Stadt Winsen irgendwelche nennenswerte Vorteile – wir werden diesen Antrag ablehnen!“

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