Am 11. Juni hat der Bund seine Fördermaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ergänzt um das Förderprogramm Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen. Dieses enthält unter anderem folgende Fördereckpunkte:

  • Neueinbau von RLT-Anlagen in Einrichtungen für Kinder unter 12 Jahren 
    (Förderhöhe maximal 500.000,- EUR – maximal 80 % der förderfähigen Ausgaben)
  • Um- und Aufrüstung von stationären Anlagen (Förderhöhe maximal 200.000,- EUR – maximal 80 % der förderfähigen Ausgaben)
  • Ablauf 31.12.2021

In Ergänzung zu den den bisherigen nachvollziehbaren Unterrichtungen der Verwaltung in zurückliegenden Ausschüssen zur Lüftungssituation und ergriffenen Maßnahmen hat die CDU eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt: 

  1. Gibt es bereits Erfahrungen in unseren Bildungseinrichtungen bzw. öffentlichen Gebäuden mit den jetzt verstärkt förderfähigen RLT-Anlagen?
  2. Kann die Verwaltung bereits abschätzen, ob das neue Förderprogramm hilfreich sein kann, um konkrete Untersuchungen oder auch Baumaßnahmen bis Ende des Jahres auf den Weg zu bringen?
  3. Nach welchen Kriterien würde die Verwaltung dies priorisieren?
  4. Wäre es erforderlich hierfür außerplanmäßige Haushaltsmittel bereitzustellen?

Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen, Niesen oder Schreien entstehen. Für Kinder unter 12 Jahre besteht aktuell kein Impfangebot, die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt generell für Kinder- und Jugendliche gar keine Impfung gegen das Corona-Virus. Damit weiterhin sichergestellt werden kann, dass das Infektionsgeschehen auch in Grundschulen und Kindertagesstätten langfristig beherrschbar bleibt, kommt neben den allgemeinen Hygieneregeln auch der Innenraumlufthygiene eine große Bedeutung beim Infektionsschutz zu. Intensives, fachgerechtes Lüften von Gebäudeinnenräumen bewirkt eine wirksame Abfuhr bzw. Verringerung der Konzentration ausgeschiedener Viren und senkt damit das Infektionsrisiko in Raumen, die von mehreren Personen genutzt werden. In Räumen, wo dies nicht möglich ist, sollten technische Maßnahmen ergriffen werden. Da die mobilen Luftfilteranlagen sich als nicht wirksam genug herausgestellt haben, sollte über die Installation corona-gerechter RLT-Anlagen nachgedacht werden!

„Ob und wie fest eingebaute Raumlufttechnik auch vor dem Hintergrund Corona die räumlichen Bedingungen in den Winsener Schulen verbessern kann und den Schulbetrieb insgesamt noch sicherer machen kann, soll unsere Anfrage klären. Uns ist klar, dass es die alles lösende Maßnahme zum Schutz der Kinder nicht gibt.“, so Dr. Nils-Oliver Höppner, 1. Vorsitzender der CDU Winsen, „Wir wollen aber selbstverständlich nichts unversucht lassen und einen Beitrag zur sachlichen Suche nach wirklich guten Lösungen leisten – In diesem Sinne sind wir gespannt auf die Antworten.“

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