CDU Winsen besichtigt Gewässerschutz- und Blühstreifen in Sangenstedt

Um zu sehen, wie auf landwirtschaftlichen Flächen Gewässerschutz und Förderung der Artenvielvalt konkret umgesetzt  werden, trafen sich die Ratsfrauen Dr. Cornell Babendererde und Anja Trominski, mit Landwirtin und Kreistagsabgeordnete Andrea Röhrs und Christoph Eggers, CDU-Stadtratskandidat aus Pattensen, an einer Blühfläche im Winsener Viefeld. Der Blühstreifen wurde als Gewässerschutzstreifen am Schleusengraben angelegt. Röhrs bekommt eine Entschädigung über ein Blühflächenprogramm des Landes. „Leider läuft diese Förderung nächstes Jahr aus. Deshalb ist es besonders wichtig und richtig, dass im Rahmen des Niedersächsischen Weges für Gewässerschutzstreifen auch eine fianzielle Entschädigung vorgesehen ist. Die Landwirte leisten mit den Gewässerrandstreifen einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz und zur Förderung der Artenvielfalt“, erklärt Röhrs. „Ich bin überrascht, wieviel Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten hier unterwegs sind. Diese Blühstreifen sind eine wirklich gute Sache und es wäre schön, wenn es mehr davon in unserer Feldmark gäbe“, so CDU- Fraktionschefin Anja Trominski. „Wir wollen die regionale Landwirtschaft vor Ort stärken. Die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe muss erhalten bleiben. Dies geht nur, indem sie für die Produktion hochwertiger Lebensmittel aber auch für ihre Umweltleistungen angemessen entlohnt werden“, sind sich Cornell Babendererde und Christoph Eggers einig.Der Niedersäschische Weg ist eine gemeinsame Vereinbarung in Niedersachsen zwischen dem Land Niedersachsen, Naturschutzverbänden und Vertretern der Landwirtschaft, der bewußt auf Dialog gesetzt hat, um mehr Natur-, Arten- und Gewässerschutz in den nächsten Jahren umzusetzen. Dabei sollen besondere Biotoptypen wie z.B. strukturreiches Dauergrünland und Obstbaumwiesen geschützt und die Gebietsbetreuung der Natura-2000-Gebiete sicher gestellt werden. Neben dem Ziel eines landesweiten Biotopverbundes ist auch die Anlage von Gewässerrandstreifen ein wichtiger Bestandteil der Vereinbarung. „Hier gehen den Landwirten etliche Hektare für die landwirtschaftliche Produktion verloren. Wir fordern deshalb die Landes- und Bundespolitik auf, zum Niedersächsischen Weg zu stehen und eine Entschädigung gesetzlich zu verankern“, so der Appell der vier Kommunalpolitiker/innen.

Viele Winsener schwärmen noch heute vom ehemaligen Zwickelteich, der in der Zeit nach dem Krieg als Freibad gedient hatte. Umso größer ist die Vorfreude auf das Naturbad im Eckermannpark, in dem ab Mai 2024 „Anbaden“ sein soll. Dennoch gibt es noch viele Fragen und Interessen bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen. 

Hierfür standen jetzt die CDU-Kandidatinnen und -kandidaten Arijeta Mulliqi, Dr. Cornell Babendererde, Johannes Klemm und Sebastian Trenkner an einem Infostand im Eckermannpark den Bürgern für ein Gespräch zur Verfügung.

Dr. Cornell Babendererde, stellv. Bürgermeisterin der Stadt Winsen und Spitzenkandidatin der CDU für die Ratswahlen: „Bereits die Ideensammlungen für die Nachnutzung des Eckermannparks lief unter breiter Bürgerbeteiligung. Aber auch für die weiteren Planungen des Naturbades ist es wichtig, dass die Stadt die Bürger einbezieht. Seit dem 26. Juli 2021 läuft die Beteiligung zum Bebauungsplan. Auf der städtischen Homepage kann jeder online seine Stellungnahme abgeben. Wir fordern die Winsener auf, davon regen Gebrauch zu machen. Auch die CDU Winsen hat ein offenes Ohr für Fragen und Ideen. So wird zum Beispiel darüber zu diskutieren sein, wie der verbleibende Teil des Eckermannparks genutzt und gestaltet werden und welche Nutzungsmöglichkeiten das Naturbad außerhalb der Sommermonate bekommen soll.“

Ratsmitglied Sebastian Trenkner ergänzt: „Gerade die von der CDU Winsen angestoßene Schwimmaktion für Kinder hat gezeigt, wie groß der Bedarf nach Schwimmunterricht für unsere Jüngsten ist. Die Nutzung des Naturbades, welches als Sport- und Freizeitbad geplant ist, bringt für Schulen und Vereine einen großen Vorteil. Ich würde mich sehr freuen, wenn besonders diese sich jetzt in die weiteren Planungen einbringen“.

Arijeta Mulliqi und Johannes Klemm, die beide ebenfalls für den Stadtrat kandidieren, weisen auf die verkehrliche Anbindung hin: „Hier sind noch viele Fragen offen. Wir werden uns für eine gute Erschließung des Naturbades für Besucher stark machen, die zu Fuß oder mit dem Rad kommen. Dazu gehört u.a. eine neue Luhe-Brücke am Krankenhaus, die ein echtes Verbindungsglied des Europaring-Viertels zum Naturbad darstellen muss. Auf keinen Fall darf der PKW-Verkehr über die enge Zufahrt des Schrebergartenvereins Brasilien erfolgen. Wie geplant muss eine gesonderte Erschließung für PKW über eine Zufahrt direkt von der Hansestraße aus erfolgen“.

Alle vier sind sich einig: Das Naturbad im Herzen der Stadt ist ein großer Gewinn, jetzt gilt es, auch bei den weiteren Schritten die Winsener mitzunehmen. 

Am 11. Juni hat der Bund seine Fördermaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ergänzt um das Förderprogramm Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen. Dieses enthält unter anderem folgende Fördereckpunkte:

  • Neueinbau von RLT-Anlagen in Einrichtungen für Kinder unter 12 Jahren 
    (Förderhöhe maximal 500.000,- EUR – maximal 80 % der förderfähigen Ausgaben)
  • Um- und Aufrüstung von stationären Anlagen (Förderhöhe maximal 200.000,- EUR – maximal 80 % der förderfähigen Ausgaben)
  • Ablauf 31.12.2021

In Ergänzung zu den den bisherigen nachvollziehbaren Unterrichtungen der Verwaltung in zurückliegenden Ausschüssen zur Lüftungssituation und ergriffenen Maßnahmen hat die CDU eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt: 

  1. Gibt es bereits Erfahrungen in unseren Bildungseinrichtungen bzw. öffentlichen Gebäuden mit den jetzt verstärkt förderfähigen RLT-Anlagen?
  2. Kann die Verwaltung bereits abschätzen, ob das neue Förderprogramm hilfreich sein kann, um konkrete Untersuchungen oder auch Baumaßnahmen bis Ende des Jahres auf den Weg zu bringen?
  3. Nach welchen Kriterien würde die Verwaltung dies priorisieren?
  4. Wäre es erforderlich hierfür außerplanmäßige Haushaltsmittel bereitzustellen?

Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen, Niesen oder Schreien entstehen. Für Kinder unter 12 Jahre besteht aktuell kein Impfangebot, die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt generell für Kinder- und Jugendliche gar keine Impfung gegen das Corona-Virus. Damit weiterhin sichergestellt werden kann, dass das Infektionsgeschehen auch in Grundschulen und Kindertagesstätten langfristig beherrschbar bleibt, kommt neben den allgemeinen Hygieneregeln auch der Innenraumlufthygiene eine große Bedeutung beim Infektionsschutz zu. Intensives, fachgerechtes Lüften von Gebäudeinnenräumen bewirkt eine wirksame Abfuhr bzw. Verringerung der Konzentration ausgeschiedener Viren und senkt damit das Infektionsrisiko in Raumen, die von mehreren Personen genutzt werden. In Räumen, wo dies nicht möglich ist, sollten technische Maßnahmen ergriffen werden. Da die mobilen Luftfilteranlagen sich als nicht wirksam genug herausgestellt haben, sollte über die Installation corona-gerechter RLT-Anlagen nachgedacht werden!

„Ob und wie fest eingebaute Raumlufttechnik auch vor dem Hintergrund Corona die räumlichen Bedingungen in den Winsener Schulen verbessern kann und den Schulbetrieb insgesamt noch sicherer machen kann, soll unsere Anfrage klären. Uns ist klar, dass es die alles lösende Maßnahme zum Schutz der Kinder nicht gibt.“, so Dr. Nils-Oliver Höppner, 1. Vorsitzender der CDU Winsen, „Wir wollen aber selbstverständlich nichts unversucht lassen und einen Beitrag zur sachlichen Suche nach wirklich guten Lösungen leisten – In diesem Sinne sind wir gespannt auf die Antworten.“