CDU Winsen vor Ort in Pattensen

Im Rahmen der Vorbereitung der Aktionswoche „Wald“ traf sich die CDU Winsen mit Vertretern der Realgemeinde Pattensen und des Forstbetriebsgemeinschaft Salzhausen am Pattensener Fuhrenkamp. „Der Wald braucht uns, aber auch wir brauchen den Wald: als Klimaschützer, als Ökosystem, für unsere eigene Erholung, als wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft“, so die einleitenden Worte des CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Dr. Nils Oliver Höppner. Welche Maßnahmen werden vor Ort ergriffen, um den Wald für die Zukunft fit zu machen? Zu diesen und weiteren Fragen stand  Bezirksförster Peter Mencke von der Forstbetriebsgemeinschaft Salzhausen Rede und Antwort. Karsten Maack-Kramer, Vorsitzender der Realgemeinde Pattensen, führte die Teilnehmer zu den aufgeforsteten Flächen. „Die Realgemeinde Pattensen besitzt neben 8 ha Acker- und Grünland auch noch beachtliche 45 ha Wald, die von der Forstbetriebsgemeinschaft Salzhausen betreut werden“, erläuterte er. „Pflegearbeiten, wie z.B. das Freischneiden der jungen Anpflanzungen, werden aber noch per Hand in gemeinsamen Aktionen der 31 Anteilseigner durchgeführt. Hier zeigt sich unser guter Gemeinschaftsgeist“, fügte Heinrich Wörmer, Mitglied des Vorstandes der Realgemeinde und CDU Ratsherr stolz hinzu. Auf dem Rundgang durch den Fuhrenkamp wurde eine 30.000 qm große Waldfläche vorgestellt, auf der ein Waldumbau stattgefunden hat. Aus einer ehemaligen Kiefernreinkultur wurde eine Laub-Nadelholz-Mischkultur. „Wir versprechen uns von einer Mischung und Vielfalt der verschiedenen Baumarten eine größere Widerstandkraft des Waldes gegen Schädlinge, Trockenheit und damit gegen den Klimawandel. Außerdem fördern wir damit die Artenvielfalt“, so der diplomierte Förster Peter Mencke. „Wir haben hier ungefähr 5000 Setzlinge pro Hektar gepflanzt. Als Überbau und Schattenspender bleiben einige der alten Kiefern stehen. Nur mit der Buche kommen wir aber auf diesen sehr leichten und trockenen Böden als Unterbau nicht zurecht. Wir brauchen auch die Roteiche und die Douglasie, damit sich ein wuchsfroher, gesunder und damit auch nachhaltiger Wald entwickeln kann. Da wir uns hier im Privatwald befinden, muss auch die Wirtschaftlichkeit für den Eigentümer im Auge behalten werden. Leider ist seit den großen Stürmen 2017 der Holzpreis um die Hälfte gefallen, so dass die Holzvermarktung momentan nicht gerade Spaß macht“, führte Peter Mencke weiter aus. „Warum werden eigentlich nicht mehr Lärchen angepflanzt? Das Holz ist doch wetterbeständig und wird zur Terassengestaltung stark nachgefragt?“ wollte CDU Vorstandsmitglied und Ratsfrau Dr. Cornell Babendererde wissen. Mencke erklärte, dass die Lärche auch in den Mischanpflanzungen mit dabei ist, auch hier im Fuhrenkamp ist sie an einer Stelle stärker vertreten. Sie ist aber, was den Standort angeht, doch etwas anspruchsvoller als z.B. Kiefer und Douglasie. „Wir müssen, um auf den Klimawandel wirksam reagieren zu können, mit einer großen Vielfalt von Baumarten arbeiten und dazu gehören auch Baumarten, wie Douglasie, Roteiche und Küstentanne“, stellte Peter Mencke zusammenfassend fest. Andrea Röhrs, Ratsfrau und stellvertretende CDU-Ortsverbandsvorsitzende, die die Veranstaltung organisiert hatte, bedanke sich bei allen Teilnehmern für den interessanten Rundgang und kündigte abschließend an:“Auch der CDU Ortsverband Winsen will einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten, indem er eine Baumpatenschaft in dem im nächsten Jahr hoffentlich an den Start gehenden Bürgerwald übernimmt. Wir finden die Idee des Bürgerwaldes gut, weil dann auch Menschen, die keinen Garten oder Wald besitzen, die Möglichkeit haben, durch Pflanzen eines Baumes etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Wir werden das Vorhaben, deren konkrete Umsetzung momentan in den politischen Gremien der Stadt Winsen diskutiert wird, auf alle Fälle unterstützen.“ 

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